Tipps für die Durchführung

Je nach Zusammensetzung der Gruppe können entweder gemischtgeschlechtliche oder gleichgeschlechtliche Kleingruppen gebildet werden. Die Entscheidung für gleichgeschlechtliche Gruppen führt oft zu provokanteren Schlüssen und einer vielschichtigeren Diskussion. Es kann sein, dass einigen der Begriff „reproduktive Rechte“ nicht bekannt ist. Dann sollten Sie ihnen mit ein paar Hinweisen auf die Sprünge helfen [Zitat]. Vermitteln Sie ihnen eine allgemeine Vorstellung von den folgenden Punkten:

 Zu den reproduktiven Rechten am Arbeitsplatz gehören: 

  • Eine glückliche, erfüllende sexuelle Beziehung ohne Angst vor Ansteckung und Krankheit 
  • Entscheidungsfreiheit für oder gegen Kinder 
  • Wohlwollende Betreuung bei der Familienplanung, gestützt durch sichere und einfühlsame Betreuung bei einer Abtreibung: würde- und respektvolle Behandlung der Frauen und Wahrung ihrer Intimsphäre. 
  • Sexuelle Aufklärung

Die Frage, ob Menschenrechte verletzt wurden, kann zu Kontroversen über Abtreibung und die Entscheidungsfreiheit der Frau im Widerspruch zum Lebensrecht des Embryos führen. Dies ist ein sehr wichtiger Diskussionspunkt. Besonders relevant ist er auch für die MRB, weil die Teilnehmenden dafür aufgeschlossen und in der Lage sein müssen, Klischees und vorgefasste Meinungen auszuklammern und ihre Fähigkeit zu kritischem Denken einzusetzen. Er illustriert sehr gut die Komplexität, die den Menschenrechten eigen ist. Wenn das Problem aufkommt, können Sie es auch auf einen anderen Zeitpunkt vertagen, um eine gesonderte Diskussion darüber zu führen.

Zitat

„Reproduktive Rechte beziehen sich auf Aufklärung, sexuelle Selbstbestimmung, Familienplanung, Gewaltfreiheit sowie Gesundheit. Durch die Verwirklichung reproduktiver Rechte soll ein wesentlicher Teil der Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes oder des Alters vermieden werden. Reproduktive Rechte schließen auch die gleichberechtigte Fürsorge von Männern und Frauen für gemeinsame Kinder ein. “

Quelle: GTZ, Projekt PROEQUIDAD (2000): Igualdad de Género en la cooperación para el desarrollo. Bogotá.