Grundprinzipien

Was die Menschenrechte auszeichnet

Die internationale Gemeinschaft hat einen Katalog von Grundprinzipien erstellt, dem die Staaten zugestimmt haben und an die sie sich halten müssen. Diesen Prinzipien zufolge gilt:

  1. Menschenrechte sind unveräußerlich. Das bedeutet, dass niemand sie verlieren kann, denn sie sind an die Tatsache der menschlichen Existenz geknüpft. Unter bestimmten Umständen können einige – aber nicht alle – außer Kraft gesetzt oder eingeschränkt werden. Wenn z.B. jemand wegen eines Verbrechens verurteilt wird, kann ihm/ihr die Freiheit genommen werden; oder eine Regierung kann bei Unruhen eine Ausgangssperre verhängen, die die Freizügigkeit einschränkt.
  2. Sie sind unteilbar, bedingen einander und sind miteinander verknüpft. Das bedeutet, dass die verschiedenen Menschenrechte eng miteinander zusammenhängen und nicht isoliert voneinander betrachtet werden können. Der Genuss eines Rechts hängt vom Genuss vieler anderer Rechte ab und kein Recht ist wichtiger als die anderen.
  3. Sie sind universell, was bedeutet, dass sie für alle Menschen überall auf der Welt ohne zeitliche Beschränkung gleichermaßen gelten. Jeder Mensch hat das Recht, seine Menschenrechte ungeachtet seiner ethnischen Zugehörigkeit, Hautfarbe, seines Geschlechts, seiner Sprache, Religion, seiner politischen oder privaten Meinung, seiner nationalen oder sozialen Herkunft, seiner Geburt oder seines Status zu genießen.

Anzumerken ist, dass die Universalität der Menschenrechte in keiner Weise die große Vielfalt der einzelnen Menschen oder der verschiedenen Kulturen in Frage stellt. In einer Welt, in der alle den gleichen Respekt verdienen, kann Vielfalt sich frei entfalten.