Anleitung

Diese Aktivität hat zwei Teile. Nach einer gemeinsamen Begriffsklärung zu Rassismus wird im Folgenden eine Strategie für den Umgang mit rassistischen Vorfällen in der Schule (oder im Verein oder der Organisation) entwickelt.

Teil 1: überprüfung: Was verstehen wir unter dem Begriff Rassismus?

  1. Die übung beginnt mit einem Brainstorming über Rassismus. Sie könnten die Teilnehmenden zu einer Reaktion provozieren, indem Sie einen rassistischen Witz erzählen und sie fragen, was sie davon halten. Schreiben Sie die Antworten auf das grossformatige Papier oder auf Flipchartpapier. 
  2. Rassistische Vorfälle und potenzielle kulturelle Missverständnisse passieren täglich. Tragen Sie nun in einem Brainstorming zusammen, was für alltägliche Vorfälle und Verhaltensweisen die Teilnehmenden als rassistisch bezeichnen würden. 
  3. Als Nächstes wird mit dem kritischen Vorfall gearbeitet. Verteilen Sie Papier und Stifte. Die Teilnehmenden sehen sich das Rollenspiel an und fassen in jeder Pause der Darstellung ihre Reaktion mit ein paar Schlüsselbegriffen zusammen. Die Freiwilligen sollen nun das Rollenspiel aufführen. 
  4. Stellen Sie folgende Fragen zu den Kommentaren: 
    • Was haben die Zuschauenden in der ersten Pause aufgeschrieben? Wie sind sie zu ihren Schlüssen gekommen? 
    • Was haben die Zuschauenden in der zweiten Pause aufgeschrieben? Wie sind sie zu diesen Schlüssen gekommen? 
    • Welche Erkenntnisse haben sie am Ende gewonnen? Von welchen Annahmen sind sie ausgegangen? 

Teil 2: Eine Strategie für den Umgang mit rassistischen Vorfällen in der Schule (oder im Verein oder der Organisation) entwickeln.

  1. Kündigen Sie als nächste Aufgabe den Entwurf einer Strategie für die Schule, den Verein oder die Organisation an. 
  2. Führen Sie ein kurzes Brainstorming über die verschiedenen Akteure an der Schule oder im Verein durch. In einer Schule z.B. gibt es Schüler/innen, Lehrer/innen, Direktor/in, Reinigungspersonal, Bibliothekar/innen, Schulbusfahrer/in und Aufsichtspersonal. 
  3. Dann werden Kleingruppen zu je vier oder fünf Personen gebildet. Diese machen sich Gedanken über die Pflichten und Zuständigkeiten der verschiedenen Angehörigen der Schulgemeinschaft im Hinblick auf rassistische Vorfälle. Es sollen Richtlinien entworfen werden, wie diese Personen mit solchen Vorfällen umgehen sollten. Geben Sie den Gruppen 30 Minuten Zeit für die Diskussion und zur Vorbereitung eines Berichts, den sie stichwortartig auf Flipchartpapier skizzieren. 
  4. Rufen Sie alle ins Plenum zurück, um über ihre Arbeit zu berichten. Fassen Sie die Punkte zusammen und fordern Sie die Beteiligten auf, sie mit eventuell bestehenden Strategien oder Richtlinien der Schule zu vergleichen. 
  5. Nun soll jede Gruppe einen Aspekt (einen Schritt oder eine Massnahme) weiterentwickeln. Zum Beispiel: Fehlt beispielsweise eine allgemeine Stellungnahme der Schule zu Rassismus und Diskriminierung, dann sollte eine Gruppe dafür zuständig sein. Die Gruppen sollten auch diskutieren, wie sie ihre Ergebnisse im Plenum vorstellen, zum Beispiel nicht nur mit ihren Texten, sondern auch mit Bildern, Collagen und lebenden Standbildern, um ihre Gefühle besser zu vermitteln. 
  6. Bitten Sie die Gruppen, im Plenum über ihre Ergebnisse zu berichten und zu diskutieren, wie ihre Ideen umgesetzt werden können.