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Stereotype sind Verallgemeinerungen: Eigenschaften von einigen aus einer Gruppe werden auf die ganze Gruppe übertragen, etwa dass «die» Italiener Opernfans sind, dass «die» Russen für das Ballett schwärmen, dass junge Motorradfahrer in schwarzer Lederkluft gefährlich sind und dass schwarze Menschen aus Afrika kommen.

Die Begriffe Geschlecht und Geschlechterrolle (Gender) werden manchmal durcheinander gebracht. ,Geschlecht‘ bezieht sich auf die biologischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen, die überall gleich sind. ,Geschlechterrolle‘ bzw. ,Gender‘ bezieht sich auf soziale Merkmale, die gelernt oder im Lauf der Sozialisation als Mitglied einer bestimmten Gemeinschaft erworben werden.
,Geschlechterrolle‘ oder ,Gender‘ bezieht sich also auf sozial vorgegebene Attribute: Rollen, Aktivitäten, Zuständigkeiten und Bedürfnisse, die mit dem Mannsein oder dem Frausein in einer bestimmten Gesellschaft zu einer bestimmten Zeit und mit der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe innerhalb dieser Gesellschaft verbunden sind.

Quelle: Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), Gender in development programme, learning and information pack, gender mainstreaming programme and project entry points. Januar 2001