Nachbearbeitung und Auswertung

Diese findet im Plenum statt. Gehen Sie zu Beginn die Teile 2, 3 und 4 der Übung durch und überlegen Sie dann, was die Teilnehmenden vorher bereits wussten und was sie durch Erfahrung gelernt haben.

  1. Beginnen Sie mit dem „blinden Spaziergang“. Bitten Sie die „Blinden“ und die Helfenden, ihre Reaktionen zu beschreiben:
    1. Was für ein Gefühl hatten sie bei dieser Übung?
    2. Was war am schwierigsten? Was war lustig? Was hat Angst gemacht?
    3. Wie schwer war es, jemandem zu vertrauen bzw. vertrauenswürdig zu sein?
    4. Wie viele von den Gegenständen in der Tüte konnten sie identifizieren? Welche Sinne haben ihnen dabei geholfen? Wie viele haben sich getraut, die Flasche/Dose zu öffnen und Getränk zu probieren?
  2. Dann überprüfen Sie Teil 2, die Zeichensprache:
    1. Was für ein Gefühl hatten sie bei dieser Übung?
    2. Was war am schwierigsten? Was war lustig? Was hat Angst gemacht?
    3. War es frustrierend, Zeichen zu machen und nicht verstanden zu werden?
    4. War es frustrierend oder peinlich, nicht zu verstehen?
  3. Als Nächstes überprüfen Sie das Rollstuhlhindernisrennen:
    1. Was für ein Gefühl war es, nur eingeschränkt mobil zu sein?
    2. Was war am schwierigsten? Was war lustig? Was hat Angst gemacht?
  4. Kommen Sie nun auf die Befürchtungen und Erwartungen vom Anfang der Übung zurück. Die Teilnehmenden sollen sich die Stichworte ansehen, die sie aufgeschrieben haben:
    1. Haben sich einige ihrer Ängste während der Übung bestätigt?
    2. Wie haben sie versucht, ihren Partner/innen zu helfen?
    3. Wie wurde die Hilfe angenommen?
    4. Wie schwer ist es einzuschätzen, wie viel man helfen muss?
  5. Welche Befürchtungen über das Behindertsein wurden geäußert? Worauf beruhten diese Befürchtungen? Hatte jemand schon mal Angst, nach einem Unfall oder einer Krankheit behindert zu sein?
  6. Was war die größte Überraschung bei allem, was die Teilnehmenden in der Aktivität gelernt haben?
  7. Kennen sie Menschen, die entweder blind, taub oder auf den Rollstuhl angewiesen sind? Wie sieht deren soziales Leben aus? Wie reagieren andere auf sie?
  8. Sehen Sie sich die Gebäude und Straßen in der Umgebung an: Wie „behindertenfreundlich“ sind sie?
  9. Was kann und sollte man tun, um die Gleichheit und Würde von Behinderten zu gewährleisten?
  10. Sind die Rechte von Behinderten auch eine menschenrechtliche Angelegenheit? Welche Rechte der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sind hier besonders relevant?
  11. Was kann Ihre Schule, Ihr Verein oder Ihre Jugendgruppe tun, um die Gleichheit und Würde
    von Behinderten zu fördern?