Anleitung

Diese übung hat vier Teile: Teil 1: Einführung; Teil 2: blinder Spaziergang; Teil 3: Zeichensprache;
Teil 4: Rollstuhlrennen.

Teil 1: Einführung (10 Minuten)

  1. In dieser übung geht es speziell um drei Beeinträchtigungen: Blindheit, Gehörlosigkeit und Stummheit, Lähmung.
  2. Die Teilnehmenden sollen sich ein paar Minuten Gedanken machen, wie sie behandelt werden möchten – und wie nicht –, wenn sie behindert wären. Lassen Sie sie ein paar Stichworte aufschreiben.
  3. Im Anschluss bitten Sie die Teilnehmenden zu notieren, wovor sie am meisten Angst hätten, wenn sie behindert wären.
  4. Anschliessend drehen alle ihre Blätter um und bereiten sich auf den «Schritt in die Wirklichkeit» vor.

Teil 2: Blinder Spaziergang

  1. Es werden Zweiergruppen gebildet. Verteilen Sie die Augenbinden. Jeweils eine Person ist behindert, die andere ist die Begleitung. Die Begleitung hat die Aufgabe, jederzeit für die Sicherheit ihrer Partner/in zu sorgen. Sie dürfen nur einfache Fragen zur Sicherheit mit «Ja» oder «Nein» beantworten.
  2. Die Begleitung führt ihre Partner/innen fünf Minuten lang herum, wenn möglich auch treppauf und treppab oder ins Freie.
  3. Wenn alle wieder da sind, werden die Partner/innen zu ihren Stühlen begleitet. Doch auf den Stühlen liegt eine überraschung! Eine Tüte! Was ist da wohl drin?
  4. Die «Blinden» müssen den Inhalt identifizieren. Die Begleiter/innen schreiben auf, was sie geraten haben.
  5. Dann dürfen die «Blinden» die Augenbinden abnehmen und sich die Sachen ansehen. Fordern Sie die Partner auf, sich über ihre Erfahrungen und überraschungen auszutauschen.
  6. Geben Sie den Teilnehmenden ein paar Minuten Zeit, um aus ihren Rollen zu schlüpfen, und gehen Sie dann zu Teil 3 über.

Teil 3: Zeichensprache

  1. Die Paare tauschen die Rollen, die Begleiter/innen sind jetzt die Behinderten, und zwar diesmal Stumme, also Menschen, die nicht sprechen können, die Partner/innen sind die Helfenden.
  2. Verteilen Sie an jede behinderte Person eine Situationskarte. Sie dürfen die Karten nicht ihren Partner/innen zeigen. Die Helfenden bekommen ein Blatt Papier und einen Stift.
  3. Die «Stummen» müssen nun ihren Helfenden ihr Problem übermitteln. Sie dürfen dabei weder sprechen noch schreiben noch zeichnen. Die Helfenden müssen aufschreiben, was sie zu verstehen glauben.
  4. Haben die «Stummen» alles Menschenmögliche unternommen, um sich verständlich zu machen, sollen sie den Helfenden ihre Rollenkarte zeigen. Fordern Sie die Paare auf, ihre Absichten, Probleme und Frustrationen kurz zu überprüfen.

Teil 4: Rollstuhlhindernisrennen

  1. Zeigen Sie den Teilnehmenden den Hindernisparcours. Gewonnen hat, wer am schnellsten durchkommt. Wer unterwegs in die Hindernisse kracht, wird bestraft.
  2. Halten Sie die Ergebnisse auf dem grossen Bogen Papier fest.
  3. Wenn alle, die es probieren wollen, dran gewesen sind, machen Sie eine kurze Pause und gehen Sie dann zur Auswertung über.