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«Die menschliche Sexualität ist ein integraler Bestandteil des Lebens. Unsere Sexualität beeinflusst unsere persönlichen Eigenschaften und unsere Verhaltensweisen – soziale, persönliche, emotionale, psychische –, die in unseren Beziehungen zu anderen sichtbar werden. Unsere Sexualität wird von unserem Geschlecht und den Gender-Eigenschaften sowie von vielen anderen komplizierten Einflüssen geformt und sie verändert sich während unseres gesamten Lebens.»
ASPA Informationstechnologie-Projekt, http://www.aspa.asn.au

Sexuelle Vielfalt und Menschenrechte

Mit gesundem Menschenverstand betrachtet, scheinen diese beiden Dinge nichts miteinander zu
tun zu haben. Man könnte argumentieren, dass das eine der privaten Entscheidung des Einzelnen unterliegt, während das andere eine öffentliche Domäne gesetzlicher und politischer Strukturen ist. Doch zeigen neuere historische, anthropologische und soziologische Untersuchungen, wie sexuelle Identitäten und der Ausdruck sexueller Wünsche sowohl über die Epochen als auch über die Kulturgrenzen hinweg als potenziell gefährlich für die Aufrechterhaltung der Gesellschaftsordnung
angesehen werden. In einigen gesellschaftlichen Zusammenhängen stellt der Wunsch nach gleichgeschlechtlicher oder bisexueller Liebe eine Herausforderung oder den Bruch traditioneller oder religiöser Glaubensgrundsätze dar, in anderen gilt sie als psychische Krankheit.

Wo sich sexuelle Vielfalt und Menschenrechte berühren, wirkt offenbar eine übermächtige Gewalt darauf hin, dass der gleiche Zugang zu Menschenrechten immer wieder marginalisiert wird. Diese Gewalt ist die institutionalisierte These, Heterosexualität sei «naturgewollt» und daher die «normale» Ausdrucksform sexuellen Verlangens. Ein ständiges Thema in diesem Marginalisierungsprozess ist die Annahme, Heterosexualität sei «natürlich» und daher moralisch notwendig, während andere Formen des sexuellen Ausdrucks «unnatürlich» und daher moralisch verwerflich seien. 
Nach: Gay and Lesbian Human Rights Commission, www.iglhrc.org