Tipps für die Durchführung

Wenn Sie diese übung im Freien durchführen, müssen Sie dafür sorgen, dass die Teilnehmenden Sie hören können, besonders bei grossen Gruppen! Vielleicht können die Co-Moderator/innen die Aussagen weitergeben.

Am Anfang, wenn es darum geht, sich ein Bild von der Rolle zu machen, könnten manche Teilnehmenden sagen, dass sie zu wenig über das Leben der Person wissen, die sie darstellen sollen. Sagen Sie ihnen, dass das nichts ausmacht und dass sie ihre Phantasie einsetzen und es so gut machen sollen, wie sie können.

Die Stärke dieser übung liegt in der Wirkung beim Anblick des wachsenden Abstands zwischen den Teilnehmenden, besonders zum Ende hin, wo die Distanz zwischen denen, die viele Schritte nach vorn machen, und denen, die wenig machen, sehr gross wird. Um die Wirkung zu verstärken, ist es wichtig, dass Sie die Rollen so anpassen, dass sie die Lebenswirklichkeit der Teilnehmenden widerspiegeln. Die Anpassung muss so erfolgen, dass nur ganz wenige Personen Schritte nach vorn machen (also mit «Ja» antworten) können. Das gilt ebenso, wenn die Gruppe gross ist und mehr Rollen verteilt werden müssen.

Bei der Auswertung ist es wichtig herauszuarbeiten, woher die Teilnehmenden ihr Wissen über die Figur haben, die sie verkörperten. Durch persönliche Erfahrung oder durch andere Informationsquellen (Nachrichten, Bücher, Witze)? Sind sie sicher, dass ihre Informationen über und ihr Bild von den Figuren stimmen? So können Sie zur Diskussion stellen, wie Klischees und Vorurteile funktionieren.

Diese Aktivität ist besonders wichtig, um die verschiedenen Generationen von Rechten (bürgerliche/politische und wirtschaftliche/soziale/kulturelle Rechte) und den Zugang zu ihnen miteinander in Beziehung zu setzen. Armut und soziale Ausgrenzung sind nicht nur ein Problem formaler Rechte – auch wenn Letzteres beispielsweise für Flüchtlinge und Asylsuchende ebenso gilt. Das Problem liegt oft eher darin, ob diese Rechte überhaupt für sie zugänglich sind.