Anleitung

Diese Aktivität hat drei Teile: Teil 1: Einführung (10 Minuten); Teil 2: Prognosen zur Wirkung des Internets (60 Minuten); Teil 3: Wie nutzt man das Internet zur Förderung der Menschenrechte (90 Minuten). 
  
Teil 1: Einführung (10 Minuten)

  1. Erklären Sie zunächst, dass diese übung Phantasie und kritisches Denken erfordert. Die
    Teilnehmenden sollen die Auswirkungen des Internets und neuer Informationstechnologien auf den Alltag und auf die Menschenrechtsarbeit bewerten.
  2. Nennen Sie zum Aufwärmen ein paar grundlegende Fakten zum Internet. Bitten Sie dann die Teilnehmenden, sich paarweise über ihre eigenen Erfahrungen im Umgang mit dem Internet und
    die Vor- und Nachteile seiner Nutzung auszutauschen. Geben Sie dafür 10 Minuten Zeit. 

Teil 2: Prognosen zur Wirkung des Internets (60 Minuten)

  1. Verteilen Sie Kopien des Arbeitsblatts Nr. 1, «Sechs Prognosen für das Internet». Erklären Sie, dass die Szenarien sehr extrem abgefasst sind, um Entscheidungen zu polarisieren.
  2. Nun soll jedes Paar entscheiden, welches Szenario am ehesten eintreten wird und welches am unwahrscheinlichsten ist. Geben Sie ihnen dafür 15 Minuten Zeit.
  3. Rufen Sie alle ins Plenum zurück, um den anderen die Ergebnisse mitzuteilen. Fassen Sie die Diskussionen über folgende Punkte zusammen:
    • Das wahrscheinlichste Szenario bzw. die wahrscheinlichsten Szenarien
    • Die Relevanz der Menschenrechte, z.B. des Rechts auf freie Meinungsäusserung, für die Informationstechnologie
    • Die "digitale Spaltung" (digital divide)
  4. Bitten Sie ein oder zwei Personen, die Stichworte auf dem Flipchart festzuhalten.  

Teil 3: Wie wird das Internet zur Förderung der Menschenrechte genutzt? (90 Minuten)

  1. Es werden fünf Gruppen gebildet, von A bis E. Verteilen Sie die Arbeitsblätter. Jede Person in Gruppe A sollte eine Kopie des "Arbeitsblatts für Gruppe A, die 'Zukunftsszenarien: Pessimistische Sicht'", alle in Gruppe B sollten je eine Kopie des "Arbeitsblatts für Gruppe B, die 'Zukunftsszenarien: Optimistische Sicht'", etc. bekommen.
  2. Geben Sie 20 Minuten Zeit zum Lesen der Arbeitsblätter und für Anmerkungen.
  3. Nun sollen die Teilnehmenden die Informationen auf den Arbeitsblättern zu den Ergebnissen der Diskussionen in Teil 1 über die Auswirkungen des Internets in Beziehung setzen. Dieser Aufgabe sollte besondere Sorgfalt gewidmet werden, weil sie zentrale Informationen für die nächste Phase der übung liefert.
  4. Teilen Sie die Gruppen neu ein. Jede neue Gruppe sollte aus fünf Personen bestehen, und zwar je einer Person aus Gruppe A, Gruppe B, Gruppe C, usw.
  5. Die neuen Gruppen müssen überlegen, welches die drei wichtigsten Vorteile oder Nutzungsmöglichkeiten des Internets für die Förderung der Menschenrechte sind.
  6. Am besten fangen Sie mit einer Informationsrunde an, und zwar beginnend mit den Teilnehmenden aus den Gruppen C, D und E (also denen, die die Informationen zur Arbeit von NGOs haben), und endend mit den Personen aus den Gruppen A und B. Danach wird es leichter sein, zu erkennen und sich darüber einig zu werden, wie man das Internet zur Förderung der Menschenrechte nutzen kann. 
  7. Die Gruppen ernennen eine Person zum/r Sprecher/in, die die Ergebnisse dem abschliessenden Plenum auf einem Flipchart vorstellt. Planen Sie für diese Phase mindestens 35 Minuten Zeit ein.
  8. Rufen Sie alle ins Plenum zurück, um über die Ergebnisse ihrer Arbeit zu berichten.