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Das Recht auf Bildung gehört zu den anerkannten sozialen und ökonomischen Rechten. Doch während Staaten allgemein akzeptieren und sich verpflichten, jedem eine kostenlose Grundbildung zu ermöglichen, ist kostenlose Bildung in Wirklichkeit nicht für alle, sondern nur für eine Minderheit zugänglich.

Um sich dieser Herausforderung zu stellen, traf sich die internationale Gemeinschaft 2000 im Senegal zum Weltbildungsforum (World Education Forum – WEF). Bei der Konferenz ging es zunächst darum, die Fortschritte seit den neunziger Jahren hinsichtlich der Grundbildung zu überprüfen und der Verpflichtung zur Bildung für alle neue Schubkraft zu geben. Etwa 1100 Teilnehmende aus 164 Ländern übernahmen den Aktionsplan von Dakar und verpflichteten sich, bis 2015 hochwertige Grundbildung für alle zu gewährleisten. Der UNESCO wurde die allgemeine Zuständigkeit für die Koordination der Teilnehmerstaaten und für die Aufrechterhaltung der globalen Schubkraft übertragen.

Es wurde anerkannt, dass die Länder vor unterschiedlichen Herausforderungen stehen. So fehlt es in einigen Ländern vor allem an Ressourcen, während es anderen eher am politischen Willen mangelt. Ein Ergebnis der Konferenz war, dass die Ziele von Bildung für alle nur erreicht werden können, wenn innerhalb der Länder Partnerschaften auf breiter Basis entstehen, die von der Zusammenarbeit mit regionalen und internationalen Trägern und Institutionen unterstützt werden.

In dieser Konferenz wurde besonders hervorgehoben, wie grundlegend wichtig Bildung für eine nachhaltige Entwicklung, für den Frieden, für die Teilhabe an der Gesellschaft und für gesunde ökonomien im 21. Jahrhundert ist. Ein lobenswertes Ergebnis des Weltbildungsforums war, dass spezifische Ziele mit spezifischem Zeithorizont gesetzt und Massnahmen beschrieben wurden, die auf allen Ebenen ergriffen werden müssen, um Bildung für alle zu verwirklichen. Ob diese Ziele erreicht und die Massnahmen umgesetzt werden, ist eine Frage, die man erst beantworten kann, wenn alle auf allen Ebenen der Gesellschaft das Problem erkannt haben und sich für Bildung für alle einsetzen.

Quelle: UNESCO Bildung für alle: Abschlussbericht des Weltbildungsforums 2000