Partizipation von Jugendlichen und Jugendorganisationen

Schulen, Umweltorganisationen und andere Institutionen in allen Ländern bieten jungen Menschen Gelegenheit, sich aktiv für die Umwelt zu engagieren. Auf lokaler Ebene können sie ihr Heim, ihre Schule und ihren Jugendclub umweltfreundlicher gestalten und sich vor Ort in Entscheidungsprozesse einmischen. Auf regionaler und landesweiter Ebene können sie versuchen, den öffentlichen Diskurs und die politische Debatte zu beeinflussen, indem sie Briefe schreiben, Theaterstücke aufführen und (friedlich) zu Themen demonstrieren, die sie bewegen. Auf internationaler und globaler Ebene kann durch Deklarationen sowie durch Kampagnen internationaler Organisationen wie Greenpeace Einfluss genommen werden.

Auf allen Ebenen können Jugendliche mittels Austausch im Internet, Kampagnen und globalen Gedenktagen wie dem Weltumwelttag und dem Tag der Erde partizipieren. Der Weltumwelttag am 5. Juni wurde 1972 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen eingerichtet. Er kann auf vielerlei Weise begangen werden, z.B. durch Straßenrallyes, Fahrraddemonstrationen, grüne Konzerte, Aufsatz- und Plakatwettbewerbe in Schulen, Baumpflanzaktionen, Recycling-Aktivitäten und Putzkampagnen. Jedes Jahr steht ein Motto im Zentrum. Bislang unter anderem: „Schützt die Natur an Ufern und Küsten“, „Artenschutz – gesunde Umwelt braucht natürliche Vielfalt“ oder „Zukunft gestalten – Natur erhalten“: www.umweltbundesamt.de/uba-info-daten/daten/tdu.htm. Der Tag der Erde am 22. April wird vom Earth Day Network koordiniert, das mit anderen Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen zusammenarbeitet, z.B. dem Sierra Club und amnesty international, um öffentliche Aktionen durch Gedenkveranstaltungen und Protestaktivitäten gegen die Missachtung von Menschenrechten und Umweltschutz zu generieren: http://www.earthday.net

Der Goldman-Umweltpreis

Der Goldman-Umweltpreis ist der weltgrößte Preis zur Ehrung der Basisarbeit von Umweltschützer/innen.

Im Jahr 2000 erhielt Oral Ataniyazova den Preis für ihre Arbeit mit Gemeinden in Usbekistan, die von der Aralsee-Krise betroffen sind. Sie konzentrierte sich auf Bildung, Fragen der Gesundheit und des Wohlergehens von Familien und Menschenrechte für Frauen und Kinder.

2001 wurde der Preis an Myrsini Malakou und Giorgios Catsadorakis vergeben, die sich für die Rettung des gefährdeten Feuchtgebiets von Préspa in Nordwest-Griechenland einsetzten. Zu ihren Leistungen gehörte die Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen Albanien, der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien und Griechenland zur Einrichtung des ersten grenzüberschreitenden Naturschutzgebiets auf dem Balkan, ein Vorbild für die friedliche Zusammenarbeit zwischen diesen Ländern.