Das Recht auf Arbeit

Das Recht auf Arbeit wird als eines der sozialen und wirtschaftlichen Rechte in internationalen Instrumenten garantiert, etwa in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (Artikel 23), im Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (Artikel 6) und in der revidierten Europäischen Sozialcharta.

Wenn ein Staat das Recht auf Arbeit anerkennt, verpflichtet er sich damit nicht, jedem Menschen einen Arbeitsplatz zu garantieren. Er geht vielmehr die Verpflichtung ein, wirtschaftliche und soziale Bedingungen herzustellen, in denen Arbeitsplätze geschaffen werden können.

Das Recht auf Arbeit ist nicht nur an sich wichtig, sondern auch als grundlegende Bedingung für die Sicherung der Menschenwürde zentral. Solange das Recht auf Arbeit nicht garantiert ist, ist die praktische Ausübung einiger anderer Grundrechte unter Umständen nicht vorstellbar.

Eine logische Konsequenz aus dem Recht auf Arbeit ist das Recht auf gerechte (oder faire) Arbeitsbedingungen. Dazu gehört insbesondere die Garantie, nicht diskriminiert zu werden, das Recht auf angemessene Bezahlung und bezahlten Urlaub sowie auf vernünftige Arbeitszeiten und eine sichere und gesunde Umgebung am Arbeitsplatz, die das körperliche und geistige Wohlergehen des Menschen gewährleistet. Diese Garantien sind der Versuch sicherzustellen, dass Arbeitende ihr Arbeitsleben unter angemessenen Bedingungen beginnen und fortsetzen können. Arbeit sollte nicht zur unerträglichen Last oder zum Selbstzweck werden, sondern ein Mittel sein, um zumindest die Grundbedürfnisse wie Essen, Kleidung, Wohnraum und Bildung zu befriedigen.

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