Demokratie-Lernen: Der Europarat und die Jugend
Das Programm des Europarats hat versucht, ein europäisches Rahmenkonzept zum Demokratie-Lernen zu erarbeiten. Der Europarat ruft die Mitgliedsstaaten auf, entsprechende Programme in ihre Bildungs-, Schulungs-, Kultur- und Jugendpolitik einzubinden, und hat selbst aktiv dazu beigetragen, neue Strategien und Herangehensweisen zu entwickeln und zu verbreiten.
Der Entwurf der Erklärung und des Programms zum Demokratie-Lernen (April 1999) legt folgende wesentliche Punkte fest:
Demokratie-Lernen
- ist eine lebenslange Lernerfahrung und ein partizipativer Prozess, der in verschiedenen Kontexten entwickelt wird
- befähigt Männer und Frauen, im öffentlichen Leben eine aktive Rolle zu spielen und ihr eigenes Schicksal und das ihrer Gesellschaft verantwortlich mit zu formen
- soll eine Kultur der Menschenrechte fördern, in der diese Rechte in vollem Umfang geachtet und die daraus erwachsenden Pflichten verstanden werden
- bereitet Menschen auf das Leben in einer multikulturellen Gesellschaft und auf den sachkundigen, sensiblen, toleranten und ethischen Umgang mit Unterschieden vor
- stärkt soziale Kohäsion, gegenseitiges Verständnis und Solidarität
- muss alle Altersgruppen und gesellschaftlichen Sektoren umfassen
Ein wichtiger Gesichtspunkt ist, dass das Programm zum Demokratie-Lernen die Unterstützung mehrerer Jugendnetzwerke, Partnerschaften, Modellversuche etc. anstrebt, um junge Menschen zu ermuntern, sich an der Zivilgesellschaft zu beteiligen. Jugendliche sind ein wichtiger Teil der Zielgruppe.
