Handeln als Notwendigkeit

Respekt vor den Menschenrechten zu entwickeln ist ein zentrales Ziel von Menschenrechtsbildung [Zitat]. Doch es ist auch mehr als das, denn egal wie sehr die Menschenrechte von uns und unseren Kolleg/innen und Freund/innen respektiert werden, leben wir dennoch in einer Welt, in der diese Menschenrechte überall um uns herum verletzt werden. Menschenrechtsverletzungen lassen sich leider nicht allein durch Bildung verhindern – zumindest nicht kurzfristig.

Auch junge Menschen verstehen das – ein Verständnis, das gelegentlich sogar unsere pädagogischen Bemühungen untergraben kann. Welchen Sinn hat es letzten Endes, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte zu kennen, wenn diese im „wirklichen Leben“ von niemandem beachtet wird? Welchen Nutzen hat es, Menschenrechtsverletzungen zu erkennen – wenn nichts getan werden kann, um sie zu beenden? Welchen Wert hat Mitgefühl mit den Opfern, wenn ihr Leiden nicht verhindert werden kann?

Und dennoch ist es unerlässlich, Jugendliche zu ermutigen, aktiv gegen Menschenrechtsverletzungen vorzugehen – nicht nur, weil sie wirklich etwas bewegen können in dieser Welt, sondern auch, weil sie die Erkenntnis brauchen, dass ihr Handeln tatsächlich etwas bewirkt, und weil diese Erfahrung ihnen Kraft, Mut und Motivation verleiht und die Menschenrechte so lebendig werden lässt, wie es keine Übung oder Unterrichtsstunde je vermag.

Zitat

„Was du tust, mag furchtbar unbedeutend erscheinen, aber es ist furchtbar wichtig, dass du es trotzdem tust.“

Mahatma Gandhi