Vermutete positive Aspekte der Globalisierung

  1. Neudefinition der Staatsbürgerschaft: Es wächst eine neue Dimension der Staatsbürgerschaft heran, die als globale Staatsbürgerschaft bezeichnet wird. Sie verbindet sich mit dem bisherigen Konzept der Staatsbürgerschaft, das mit der Ausübung politischer und gesetzlicher Rechte und Pflichten wie z.B. Wahlen verknüpft ist. Doch globale Staatsbürgerschaft bedeutet heute, kritischer gegenüber den Konsumgewohnheiten und den Produktionsbedingungen von Gütern zu werden und globale Probleme wie Armut, Umweltprobleme oder Gewalt sehr genau und kritisch wahrzunehmen. Darüber hinaus kann beobachtet werden, dass die soziale und kulturelle Globalisierung das Gegenteil von Homogenität bedeutet, dass im Gegenteil infolge der Interaktionsprozesse neue Lebensstile und Identitäten entstehen.
  2. Wachsende Mobilität und schnellere Kommunikation: Trotz der unübersehbar wachsenden technologischen Kluft zwischen Besitzenden und Armen, einer der wesentlichen negativen Kehrseiten dieses Trends, haben die Grenzöffnung und die Entwicklung des Internets und anderer Technologien auch positive Effekte: Es wird immer leichter, von einem Land ins andere zu reisen oder mit Menschen aus aller Welt zu kommunizieren. Dies bietet Gelegenheiten des Austauschs und die Möglichkeit, voneinander und von anderen Kulturen zu lernen. Hierin liegt die Chance, mehr Toleranz und Respekt füreinander zu entwickeln. Weltweit betrachtet sind diese Möglichkeiten jedoch nur einer kleinen Gruppe von Menschen vorbehalten.
  3. Die allmähliche Öffnung der Grenzen sollte die Entwicklung und Umsetzung grenzüberschreitender und regionaler Rechtsprechungssysteme zum Schutz der Menschenrechte erleichtern, sodass Menschenrechtsverletzungen geahndet werden können. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte ist ein Beispiel für ein recht effizientes regionales System zum Menschenrechtsschutz.