Gesundheit und Jugend

In den letzten Jahren gab der steigende Alkoholkonsum durch immer jüngere Jugendliche in vielen Mitgliedsstaaten Europas Anlass zur Sorge. Die Jugendlichen fügen sich damit erheblichen Schaden zu. Ein Risikovergleich zeigt, dass jeder vierte Todesfall einer männlichen Person zwischen 15 und 29 Jahren in Europa mit Alkohol zu tun hat. Deshalb wurde beschlossen, „Junge Menschen und Alkohol“ zum Thema der WHO-Ministerkonferenz (Stockholm, 19. – 21. Februar 2001) zu machen. Das generelle Ziel der Konferenz war, die Umsetzung des Europäischen Aktionsplans gegen Alkohol voranzutreiben.

Die Konferenz verabschiedete eine Erklärung mit den folgenden Hauptpunkten:

  1. Der Alkohol muss als wichtiges Gesundheitsthema für junge Menschen erkannt werden.
  2. Es muss eine Politik der öffentlichen Gesundheit ohne jede Einmischung kommerzieller oder wirtschaftlicher Interessen entwickelt werden.
  3. Jugendliche selbst sollen in den politischen Prozess einbezogen werden.
  4. Auf nationaler und kommunaler Ebene sollten Ziele festgelegt werden, um die Beeinträchtigung der Gesundheit junger Menschen durch Alkohol zu vermindern.

Der WHO-Regionalausschuss für Europa empfahl die Zustimmung zu mehreren Maßnahmen, darunter:

  • Stärkung internationaler Partnerschaften, insbesondere mit der Europäischen Kommission, dem Europarat, dem Kinderfonds der Vereinten Nationen, dem European Forum of Medical Associations und der WHO
  • Aufrechterhaltung des Kontakts mit jungen Menschen und ihren Organisationen in der gesamten Region
  • Einrichtung eines Monitoring-Systems für an junge Menschen gerichtete Alkoholwerbung

Können Sie eine Liste konkreter und praktischer Aktionen erstellen, die entwickelt werden können, um diese Empfehlungen an Ihrem Wohnort und in Ihrem Land umzusetzen?

Wie in den oben genannten Empfehlungen betont wird, können und sollten Jugendliche strategische Partner bei Aktivitäten oder Programmen zu Gesundheitsfragen sein, entweder durch Prävention oder durch Intervention. Einige Jugendorganisationen sind in diesem Gesundheitsbereich tätig, etwa das Internationale Rote Kreuz und der Rote Halbmond, die in der ganzen Welt Jugendorganisationen unterhalten. Das Europäische Netzwerk gesundheitsfördernder Schulen ist ein Projekt des WHO-Regionalbüros Europa, der Europäischen Kommission und des Europarats. Durch die Zusammenarbeit zwischen Gesundheits- und Bildungsexpert/innen und den Mitgliedern der Schulgemeinschaft wird der Gesundheitsförderung im Bildungssystem ein größeres Gewicht verliehen.