Die UN-Weltkonferenz

Die dritte WCAR fand vom 31. August bis 7. September 2001 in Durban, Südafrika, statt. Aus die-ser Konferenz gingen eine wichtige internationale Bewegung und viele Erwartungen hervor. Fast 160 Staaten und mehr als 1500 NGOs nahmen teil. Bei der Konferenz standen zwei Probleme im Vordergrund: Die Notlage der Palästinenser/innen (einschließlich der Versuche, den Zionismus in eine rassistische Bewegung umzudefinieren) und die Anerkennung der Sklaverei als Verbrechen gegen die Menschlichkeit und des Rechts auf Entschädigung. Die Abschlusserklärung schloss mit der Anerkennung der beiden Probleme in einem Wortlaut, den die meisten akzeptieren konnten:
„Wir sind besorgt über die Leiden des palästinensischen Volkes unter fremder Besatzung. Wir erkennen das unabdingbare Recht der Palästinenser auf Selbstbestimmung und Errichtung eines unabhängigen Staates an; und wir erkennen das Recht auf Sicherheit für alle Staaten der Region an, einschließlich Israels, und rufen alle Staaten zur Unterstützung des Friedensprozesses auf, um ihn zu einem schnellen Abschluss zu bringen.“

Auch eine Entschuldigung für die Sklaverei wurde eingefügt, allerdings ging der Text nicht so weit, Entschädigung anzubieten. Die Anerkennung des Sklavenhandels und der Sklaverei als Verbrechen gegen die Menschlichkeit war für viele ein historischer Augenblick: die Wiederherstellung der Würde für einen großen Teil der Menschheit.

Finden Sie, dass die Regierungen von Ländern, die in der Vergangenheit von der Sklaverei profitiert haben, heute Entschädigungen zahlen sollten?

Neben der offiziellen Konferenz wurden kurz vorher ein NGO-Forum und ein internationales Jugendforum abgehalten. Eingeladen waren Jugendorganisationen sowie Vertreter/innen und jugendliche Mitglieder von Regierungsdelegationen. Etwa 200 junge Erwachsene aus allen geographischen Regionen kamen zusammen, um über die Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu diskutieren.