Entwicklungspolitische Bildung

Entwicklungspolitische Bildung ist eng mit der interkulturellen Pädagogik und dem globalen Lernen verbunden und widmet sich insbesondere den Rechten der dritten Generation wie z.B. nachhaltige Entwicklung, das Recht auf eine gesunde Umwelt und Frieden. Fragen der Interaktion zwischen verschiedenen Gesellschaften und Entwicklungsansätzen genießen hohe Priorität. Diese pädagogische Fachrichtung ist ganzheitlich in dem Sinn, dass die Welt als ein zusammenhängendes Ganzes betrachtet wird und auf die Zukunft hin orientiert ist [Zitat].

Die ,Development Education Association' ist eine britische Organisation, die seit fast zehn Jahren
auf diesem Gebiet arbeitet. Sie definiert entwicklungspolitische Bildung als lebenslanges Lernen, das:

  • die Verbindungen zwischen den Menschen in den so genannten Ländern des Nordens und denen des so genannten Südens untersucht und die Gemeinsamkeiten zwischen dem eigenen Leben und dem anderer Menschen in der ganzen Welt begreiflich macht
  • das Verständnis der ökonomischen, sozialen, politischen und ökologischen Kräfte verbessert, die unser Leben formen
  • die Fähigkeiten, Haltungen und Werte fördert, die Menschen in die Lage versetzen, zusammenzuarbeiten, um Veränderungen herbeizuführen und ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten

Zitat

„Bildung sollte die geistige und emotionale Entwicklung des Einzelnen anregen. Sie sollte einen Sinn für soziale Verantwortung und Solidarität mit benachteiligten Gruppen entwickeln und dazu führen, dass das Prinzip der Gleichheit im Alltag umgesetzt wird.“

UNESCO Empfehlung über Erziehung für internationale Verständigung, Zusammenarbeit und Frieden sowie
Erziehung bezüglich der Menschenrechte und Grundfreiheiten