Persönlichkeitsbildung und soziales Lernen

In vielen Ländern setzt sich die politische Bildung auch mit der Rolle des Individuums in der Gesellschaft auseinander und bereitet junge Menschen auf einige Aufgaben vor, die sie später bewältigen müssen. Das kann sich auf demokratiepolitische Themen beziehen, aber auch Freizeitaspekte einschließen - etwa Sport, Clubs und Vereine, Musik, Kunst oder andere Formen von Kultur. Diese Art der Bildung kann sich auch mit persönlichen Beziehungen beschäftigen. Die Menschenrechte sind für diese Fragestellungen in zweierlei Hinsicht bedeutsam: Erstens, weil Identitätsentwicklung und die Gestaltung persönlicher Beziehungen moralische und soziale Aspekte beinhalten, die sich an Werten der Menschenrechte orientieren sollten; zweitens, weil das Recht, am kulturellen Leben teilzunehmen, in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und anderen internationalen Übereinkommen anerkannt wird. Selbst wenn die jungen Menschen, mit denen Sie arbeiten, dieses Recht beanspruchen können, so gibt es rund um den Globus andere, denen dies nicht möglich ist [Zitat].

Werteerziehung

Werteerziehung gehört in zahlreichen Ländern zum Lehrplan der Schulen, doch oft gibt sie Anlass zu zwei grundlegenden Bedenken: Welche Werte sollten vermittelt werden und wie können wir sicher sein, dass diese Werte nicht nur für die Kultur der Mehrheitsgesellschaft relevant sind? Die Menschenrechte sind ein geeignetes Instrument, solche Fragen anzusprechen. Sie basieren nicht nur auf Werten, die allen großen Religionen und Kulturen gemeinsam sind, sondern sie werden auch von fast jedem Land der Welt als universell anerkannt.

Zitat

„Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben. “

AEMR, Artikel 27