Tipps für die Durchführung

Der Titel dieser Übung ist kein Fehler! Er soll irritieren.

Bei der Aufwärmübung können Sie einigen einen Tipp geben, um sie in die richtige Richtung zu lenken. Nehmen Sie sich selbst als Beispiel oder eine imaginäre Person wie: Olena, Frau, Ukrainerin, Mutter, Ehefrau, Ausbilderin, reiselustig, Musikliebhaberin.

Geben Sie den Teilnehmenden unterschiedliche Farben und machen Sie damit deutlich, dass jede Person einzigartig ist und dass die Gruppe eine Art Regenbogen der Identitäten darstellt. (Dies ist eine Analogie zu Südafrika, das sich selbst die "Regenbogennation" nennt, also eine Nation, die aus Menschen verschiedener Hautfarben besteht.) Wenn sich bei großen Gruppen zwei oder mehr Personen eine Farbe teilen müssen, dann bitten Sie sie, unterschiedliche Schriften zu verwenden.

Sie können die Übung ein wenig anspruchsvoller machen und vorschlagen, die Sterne mit unterschiedlich langen Strahlen zu zeichnen, je nachdem, wie öffentlich oder privat ein bestimmter Aspekt ist. Längere Strahlen reichen weiter in die Gesellschaft hinein und sind daher öffentlicher.

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Im abschließenden Brainstorming (Schritt 6) können einige der folgenden Punkte aufkommen: 

  • Aspekte der Identität, für die man sich frei entscheiden kann: Name, Freund oder Freundin, Beruf, Mitgliedschaft in einer politischen Partei, Lieblingsmusik, Kleidungsstil, bevorzugter Fußballverein, Wohnort 
  • Aspekte der Identität, die angeboren sind: Geschlecht, Alter, Größe, Augenfarbe 
  • Einige Aspekte könnten in dieser Hinsicht umstritten sein, zum Beispiel Nationalität, Geschlechterrolle und sexuelle Orientierung, Religion, Zugehörigkeit zu einer Minderheit.

Die Diskussion darüber, wie sich Identität entwickelt und welche Aspekte davon gesellschaftlich bedingt und welche angeboren und unveränderlich sind, wird ebenfalls kontrovers verlaufen, besonders wo es um Religion und Geschlechterrollen geht. Fragen Sie die Teilnehmenden danach, wie sie aufgewachsen sind und wie sich bestimmte Aspekte ihrer Identität über die Jahre verändert haben, vielleicht sogar solche, von denen sie glauben, sie seien unveränderlich. Aus den Diskussionen lassen sich ggf. Schlussfolgerungen ableiten, z.B. dass wir alle Menschen sind mit Rechten, die nicht erst gewährt werden müssen und auch nicht verweigert werden können – ungeachtet der ethnischen Herkunft, Hautfarbe, des Wohlstands, der Geburt oder eines anderen Merkmals.