Tipps für die Durchführung

Versuchen die Spielenden selbst, den Konflikt zu lösen, dann mischen Sie sich so wenig wie möglich ein! Schliesslich ist genau dies das Ziel dieser übung und es ist gut, wenn die Teilnehmenden selbst diese Fähigkeiten entwickeln. Wenn das geschieht, müssen die angewandten Strategien bei der Befragung bewertet werden.

Leiten Sie die Spielenden an, ihre eigenen Vorgehensweisen und Lösungen zu finden und dabei nach den Regeln der Konfliktlösung oder des "Verhandelns nach Prinzipien", wie es manchmal genannt wird, vorzugehen. Dabei gibt es drei Hauptphasen:

  1. Den Konflikt erkennen
    • Streiten Sie nicht über Meinungen. (Hier: Streiten Sie nicht darüber, wer Recht oder Unrecht hat.)
    • Identifizieren Sie das Problem. (Klären, was geschehen ist.) 
    • Halten Sie Person und Problem auseinander. (Keine gegenseitigen Beleidigungen, sondern Konzentration auf das problematische Verhalten.) 
  2. Diagnostizieren, was schief läuft, und mögliche Lösungen finden 
    • Konzentration auf Interessen, nicht auf Meinungen. Das bedeutet, nach Gemeinsamkeiten zu suchen. (Wollen Sie nun spielen oder nicht?) 
    • Möglichkeiten (er-)finden, von denen beide Seiten profitieren. Lösungen vorschlagen, die fair sind und alle zufriedenstellen. (Beispielsweise die letzte Runde noch einmal spielen. Fragen Sie, ob das helfen würde, die Regeln zu klären. Sollen wir darüber diskutieren?Sollen wir Strafen festlegen? Andere Ideen?) 
  3. Angemessene Lösungen umsetzen
    • Auf objektiven Kriterien beharren. (In diesem Fall die Regeln und Strafen festlegen.) 
    • Partizipation: Achten Sie darauf, dass die streitenden Parteien sich beteiligen und die Verantwortung für die Lösung der Probleme selbst übernehmen. Von oben verordnete Lösungen funktionieren weitaus seltener, es ist viel besser, wenn die Betroffenen selbst Lösungen finden, welche beide Seiten akzeptieren können.

Auch wenn der Prozess der Konfliktlösung in drei Phasen aufgeteilt wird, ist es in der Praxis nicht möglich, diese völlig voneinander zu trennen. überschneidungen sind normal.

Keine Angst vor den Anforderungen dieser Aktivität an die Moderation: Sie brauchen weder einen Universitätsabschluss in Konfliktlösung, noch ist es notwendig, dass sie selbst in der Lage waren, alle Ihre bisherigen Konflikte zu lösen! Machen Sie doch ein Gedankenexperiment, um Ihre eigenen Fähigkeiten zu schulen: Gehen Sie in Gedanken einige Ihrer persönlichen Konflikterfahrungen durch und versuchen Sie, sie anhand der drei oben beschriebenen Phasen zu analysieren.