Tipps für die Durchführung

Wenn die Teilnehmenden nicht völlig unwissend sind, was das Konzept der Menschenrechte betrifft, ist es interessanter, wenn sich die Moderation bei dieser übung möglichst wenig einmischt. Es geht vor allem darum, dass Jugendliche die Eindrücke und Kenntnisse über Menschenrechte erkennen und nutzen, die sie im Lauf ihres Lebens bereits aufgenommen haben. Es lohnt sich, diesen Punkt vor Beginn der Arbeit herauszustreichen, damit sich niemand unter Druck gesetzt fühlt, genau "wissen" zu müssen, was Menschenrechte sind.

Machen Sie klar, dass "Menschenrechte im Allgemeinen" porträtiert werden sollen, nicht eines oder mehrere spezifische Menschenrechte. Man kann ein bestimmtes Recht exemplarisch benutzen, um allgemeine Punkte herauszuarbeiten, es sollte jedoch gezeigt werden, was die verschiedenen Menschenrechte miteinander verbindet. Am Ende sollten die Zuschauer in der Lage sein (oder jedenfalls damit anfangen!), die Frage "Was sind Menschenrechte?" zu beantworten.

Lassen Sie nicht zu, dass Einzelne, die sich für schwache Schauspieler/innen halten, keine aktive Rolle übernehmen! Erklären Sie, dass es genug Rollen für alle gibt und dass die gesamte Gruppe das darstellende Spiel zu ihrer gemeinsamen Sache machen soll. Ein paar ungewöhnliche Requisiten können die Aufführungen beleben und kreative Ideen sprudeln lassen – z.B. Bratpfannen, Spielzeugautos, Hüte, Kissen, Steine, ein Mülleimerdeckel ...